Warum Bekleidung auf Hochtouren so wichtig ist
Auf Hochtouren wechseln Wetter und Anstrengung oft im Minutentakt: Schweißtreibender Zustieg, kalter Wind am Gipfel, plötzlicher Wettersturz am Gletscher. Die richtige Bekleidung sorgt dafür, dass du bei jeder Bedingung warm, trocken und beweglich bleibst – und ist damit genauso sicherheitsrelevant wie Steigeisen oder Eispickel.
Das Zwiebelprinzip beim Bergsteigen
Statt einer einzelnen dicken Jacke setzt du auf Hochtouren mehrere dünnere Schichten, die du flexibel an- und ausziehen kannst. So passt du dich schnell an wechselnde Anstrengung und Wetterbedingungen an, ohne dabei zu überhitzen oder auszukühlen.
Ein bewährter Praxistipp: Zieh eine Schicht aus, bevor du ins Schwitzen kommst, und leg sie wieder an, bevor dir kalt wird – so bleibt deine Basisschicht trocken und du bist über die ganze Tour angenehm temperiert.
Baselayer, Midlayer und Isolationsjacke
- Baselayer (Basisschicht): Atmungsaktive Funktionswäsche, die Schweiß vom Körper wegtransportiert.
- Midlayer: Fleece oder dünne Isolationsschicht für zusätzliche Wärme bei mäßiger Anstrengung.
- Isolationsjacke: Daunen- oder Kunstfaserjacke, die vor allem an kalten Standplätzen und Gipfelpausen zum Einsatz kommt.
Hardshell oder Softshell?
Für den Wetterschutz kommen zwei Jackentypen infrage: Die Hardshelljacke ist komplett wasser- und winddicht und damit ideal bei Regen, Schnee und Sturm. Die Softshelljacke ist atmungsaktiver und beweglicher, dafür weniger wetterfest – sie eignet sich vor allem für den Zustieg bei trockenem, mildem Wetter. Für Hochtouren empfiehlt sich eine leichte Hardshelljacke als verlässlicher Wetterschutz im Rucksack.
Handschuhe, Mütze und Sonnenschutz
Auf Hochtouren solltest du mehrere Handschuhpaare in unterschiedlichen Stärken dabeihaben: ein dünnes Paar für warme Abschnitte und ein dickeres, wind- und wasserdichtes Paar für Kälte und Wind. Ergänzt wird die Ausrüstung durch eine warme Mütze, einen Buff für den Gesichtsschutz sowie eine Sonnenbrille mit hohem UV-Schutz, da die Strahlung auf Schnee und in großer Höhe deutlich stärker ist.
Fazit
Mit dem Zwiebelprinzip aus Baselayer, Midlayer, Isolationsjacke und Hardshell bist du für die wechselhaften Bedingungen auf Hochtouren gut gerüstet. Eine Übersicht über die restliche Ausrüstung – von Schuhen bis Sicherungsmaterial – findest du in unserer Hochtouren Ausrüstungsliste.
Häufige Fragen
Welche Kleidung brauche ich für eine Hochtour?
Am wichtigsten ist das Schichtprinzip aus atmungsaktiver Basisschicht, wärmender Isolationsschicht und einer wind- sowie wasserdichten Außenjacke, ergänzt durch eine wetterfeste Hose, Handschuhe, Mütze und Sonnenschutz. Passende Hochtourenschuhe und Steigeisen gehören ebenfalls zur Grundausstattung.
Ist eine Hardshelljacke auf Hochtour Pflicht?
Nicht zwingend, aber dringend empfehlenswert: Auf Gletschern und im Hochgebirge kann sich das Wetter sehr schnell ändern, und eine leichte Hardshelljacke bietet zuverlässigen Schutz vor Wind, Regen und Schnee.
Was ist besser: Softshell oder Hardshell?
Das hängt vom Wetter ab. Softshell ist atmungsaktiver und angenehmer für den Zustieg bei trockenem Wetter, Hardshell schützt zuverlässiger bei Regen, Schnee und Sturm. Für Hochtouren empfiehlt es sich, eine leichte Hardshelljacke griffbereit im Rucksack dabeizuhaben.
Welche Handschuhe brauche ich für Hochtouren?
Am besten nimmst du mehrere Paar in unterschiedlichen Stärken mit: ein dünnes Paar für warme Abschnitte und ein dickeres, wind- und wasserdichtes Paar für Kälte und Wind.
Wie funktioniert das Zwiebelprinzip beim Bergsteigen?
Statt einer dicken Jacke trägst du mehrere dünnere Schichten übereinander, die du je nach Anstrengung und Wetter an- oder ausziehst. So bleibst du flexibel temperiert, ohne zu überhitzen oder auszukühlen. Die restliche Ausrüstung findest du in unserer Hochtouren Ausrüstungsliste.